Kleine Welten hinter Glas
„Ich sammle, was übrig bleibt: Puppen ohne Kinder, Perlen ohne Kette, Andenken ohne Erinnerung. In meinen Dioramen finden sie wieder zueinander — und beginnen, eine neue Geschichte zu erzählen.“
Jeder Rahmen ist eine kleine Bühne. Die Dinge darin stammen von Flohmärkten, aus Nachlässen und Nähkästchen — Fundstücke, die schon ein Leben hinter sich haben. Ich arrangiere sie nicht, um sie zu ordnen, sondern um sie zu befragen: nach Sehnsucht und Kitsch, nach Andacht und Ironie, nach dem Moment, in dem aus Krimskrams ein Ort wird. Hinter Glas verdichtet sich das Beiläufige zum Theater — man muss nur nah genug herantreten.
